Historie

Fußball in Langquaid - ein Streifzug durch die Geschichte  

1919

Der Landwirtssohn Johann Fuchsbrunner („Wackerl“) aus der Kelheimer Straße brachte den Fußball aus der englischen Kriegsgefangenschaft mit nach Langquaid. Als 21. Fußballverein in Bayern wurde der FC Langquaid im Jahre 1919 gegründet und die Sportler traten in schwarzen Hosen und grünen mit dem Marktwappen geschmückten Trikots an. Als erster Vorstand fungierte Ing. Karl Köhl und das erste Vereinslokal war das Gasthaus Wocheslander (heute: Sparkasse), das dann zunächst vom Gasthaus Reith (heute: Volksbank) und später vom Gasthaus Weigl (heute: „Hammelwirt“) abgelöst wurde.

1922

Der Fußballclub konnte im Tauschverfahren den Sportplatz an der Leierndorfer Straße erwerben und nun einen geregelten Spielbetrieb aufnehmen. Folgende Spieler gehörten dem FC in den Gründerjahren an:

Paul Aschenbrenner (aus Landshut), Fritz Bauer (Sohn des Gendarmeriekommissärs), Michael Brunner (aus Dietenhofen), Dantscher (aus Schierling), Alois Deiß, Albert Fuchsbrunner (Schreinermeistersohn), Johann Fuchsbrunner, Georg Gschwendtner, Häring (aus Schierling), Leonhard Hölzlwimmer, Johann Lindner (Metzger und Gastwirt), Willy Schlemmer (Gendarmerie-Wachtmeister), Ludwig Schuster (aus Schierling), Thomas Seehofer (Flugzeugführer), August Wasl, Josef Weigl (aus Niederleierndorf), Johann Wocheslander, Ludwig Wocheslander, Johann Zachmeier

1923

Die erste Vereinsfahne wurde erworben. Infolge der Inflation kostete sie den stolzen Preis von 859 727 Mark.

1926

Die erste Turnhalle wird gebaut.

1930

Turnverein (TV) und Fußballclub (FC) schließen sich zum Turn- und Sportverein Langquaid (TSV) zusammen. Die erst vier Jahre alte Turnhalle brannte bis auf die Grundmauern nieder.

1933

Der erste sportliche Höhepunkt: Der TSV Langquaid errang den niederbayerischen B-Meistertitel in der Saison 1932/33. (Karikatur der Mannschaft) 

1939- 1945

Der Zweite Weltkrieg bedeutete das vorläufige Ende des Fußballsports. Panzer, Jeeps und Wehrmachtsoldaten vereinnahmten Sportplatz und Turnhalle für ganz andere Zwecke. Fünf Spieler der Vorkriegself sind in diesem Krieg gefallen

1946

Wieder war Johann Fuchsbrunner zusammen mit Hans Dosch die treibende Kraft, die einen Fußballspielbetrieb organisierte. Mit welchen Schwierigkeiten dies verbunden war, zeigen folgende Begebenheiten:

- Eine Kuhhaut, von Metzgermeister Georg Zeilhofer gegerbt, war die Grundlage für Fußballschuhe, die von Schuhmachermeister Hans Daffner gefertigt wurden.

- Zu den Auswärtsspielen wurde mit Lastwägen gefahren, auf die man Holzbänke gestellt hatte.

Folgende Spieler bildeten nach den Kriegsjahren den Kader des TSV Langquaid: Anton Bolog, Vinzenz Böschl (aus Sandsbach), Max Brunner, Siegfried Burgmayer, Josef Dötzel, Wolfgang Fink, Josef Forster (aus Niederleierndorf), Xaver Fronholzer, Hans Fuchs, Josef Fuchs, Ludwig Giglhuber, Hans Heinrich, Jakob Holmer, Emmeram Huf, Hans Niedermeier, Josef Niedermeier, Georg Raab, Heinrich Rauh, Karl Schäffer

1954

Unter Vorstand Werner Lienemann feierte der TSV Langquaid sein 50. Vereinsjubiläum.

1955

Der TSV Langquaid konnte in der Spielzeit 1954/55 die B-Klassen-Meisterschaft erringen, so dass es in der A-Klasse zum Derby mit dem TV Schierling kommen konnte. Auch die Schülermannschaft holte sich in der Gruppe Mallersdorf den Meistertitel.

1960

Die erste Mannschaft bezwang in einem Entscheidungsspiel in Mallersdorf den TSV Rottenburg mit 2:1 (Tore durch Huber und Stummer). Gruppenspielleiter Lederer überreichte an Spielführer Pius Beck die Meisterschaftsurkunde.

1965

Unter Trainer Kurt Fabian gelang mit einem 13-Mann-Kader die Meisterschaft in der B-Klasse.

1968

Der Gründer des FC Langquaid, Johann Fuchsbrunner, feierte seinen 70. Geburtstag.

1970

Einen ganz besonderen Torjäger hatte die Schülermannschaft in ihren Reihen, denn Franz Kühn traf während einer einzigen Saison 75-mal in das gegnerische Tor.

1973

Die Turnhalle an der Leierndorfer Straße wurde modernisiert und um neue sanitäre Anlagen und einen Vereinsraum erweitert.

1974

Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland auch ein meisterliches Jahr im Langquaider Fußball: Nachdem die Jugendmannschaft und die dritte Mannschaft schon ihre Meisterschaften eingeheimst hatten, gab es den bis dahin größten Erfolg in der Vereinsgeschichte, als die erste Mannschaft unter Trainer Hermann Wittmann den Aufstieg in die  Bezirksliga West Niederbayern schaffte.

1975

Über 900 Zuschauer wohnen der Begegnung gegen den damals in der 2. Bundesliga spielenden SSV Jahn Regensburg bei, der anlässlich der Einweihung der Flutlicht-Anlage zu Gast war. Nach einer 2:0-Führung unterlagen die Langquaider mit 2:6.

1979

Der TSV in Feierlaune: 75-jähriges Bestehen

1980

Die Meisterelf des 1. FC Nürnberg aus dem Jahre 1968 trat bei der Einweihung des Schulsportplatzes (Kelheimer Straße) gegen die „Erste“ des TSV Langquaid an.

1982

Die erste Meisterschaft der Verwaltungsgemeinschaft kam in Langquaid zur Austragung. Turniersieger wurde der SV Adlhausen.

1988

Wohl der Tiefpunkt in der Fußballgeschichte: Die 1. Mannschaft beendete die Saison als Drittletzter in der C-Klasse Laaber.

1989

Mit der Verpflichtung des Bayernligaspielers Alfred Schwankl (SpVgg Plattling) gelang der große Wurf, denn es folgte eine kleine Serie von Titeln. Erstmals gründeten Gönner eine Fördergemeinschaft. Das erste „Weiß-blaue Bladl“ unter dem humoristischen Einfluss von Edi Hödl und Kurt Ueltzhöfer erschien.

1990

Ungeschlagen mit 39:1 Punkten wurden die Langquaider Meister und stiegen in die B-Klasse auf.

1992

Trotz der Meisterschaft in der B-Klasse Laaber kehrten die Leistungsträger Alfred Schwankl und Martin Weiß dem Verein den Rücken.

1994

Eine neue Epoche der Fußballabteilung begann: Sie wurde selbständig mit eigenem Kassen- und Schriftwesen. - Nach dem zwischenzeitlichen Abstieg freute man sich wieder über die Meisterschaft in der B-Klasse unter dem Trainergespann Hofmeister/Forster.

1995

Die Nachwuchsarbeit trug Früchte, denn Erich Reitinger / Rainer Schuster führten die A-Jugend zu Titelehren. - Eine Damenmannschaft wurde ins Leben gerufen. Als Trainer fungierte Harald Forster.

1997

Leo Schlager und Markus Will schafften den Sprung in den Kader der Bayern-Auswahl

1998

Der traditionsreiche Sportplatz an der Leierndorfer Straße wurde einem Supermarkt geopfert.

1999

Das Waldstadion, außerhalb des Ortes an der Staatsstraße 2143 gelegen, wird eingeweiht.

2001

Die neu gegründete Fußballschule ermöglichte Talenten aus der Region eine zusätzliche Möglichkeit der Förderung.

2003

Der Meisterschaft in der Kreisklasse Laaber folgte ein Empfang im Rathaus.

2004

"100 Jahre TSV Langquaid" - Unter diesem Motto standen verschiedene Feierlichkeiten in diesem Jahr. Mit einem großen Festabend endete das Jubeljahr im November 2004. (Silberne Raute)

 Im zweiten Anlauf gelang der ersten Mannschaft nach dreißig Jahren wieder der Sprung in die Bezirksliga-West. Ein 2:1-Erfolg im Entscheidungsspiel in Ergolding über den TSV Velden machte dies möglich. (Mannschaftsfoto)

2006

Gründung der Jugendfördergemeinschaft Laaber-Kickers 06 mit den Stammvereinen TSV Langquaid und SV Niederleierndorf

2009

Erweiterung der JFG Laaber-Kickers 06 um den Stammverein TSV Herrngiersdorf

2010

Erweiterung der JFG Laaber-Kickers 06 um den Stammverein SV Adlhausen

2014

Der TSV Langquaid feierte die Meisterschaft in der Bezirksliga West Niederbayern und stieg in die Landesliga Mitte auf +++ Ein 5:0-Erfolg in Osterhofen über den Meister der Bezirksliga-Ost, SV Hutthurm, brachte den Titel "Niederbayern-Champion". +++ Im Erdinger Meister-Cup in Allershausen wurde der TSV Langquaid bayerischer Vizemeister hinter dem Regionalligisten FV Illertissen.

2015

Nur ein Spieljahr war dem TSV Langquaid in der Landesliga vergönnt. In zwei Relegationsspielen gegen den ATSV Kelheim (2:0-Niederlage in Kelheim / 3:2-Heimsieg nach 3:0-Führung) zog man insgesamt den Kürzeren und fand sich in der Bezirksliga wieder.

Die Spielgemeinschaft SV Adlhausen / TSV Langquaid wurde gegründet, die dann mit zwei Teams am Wettspielbetrieb teilnahm.

2016

Erstmals errang eine Herrenmannschaft des TSV Langquaid den Kreismeistertitel im Futsal des Kreises Landshut. Bei den niederbayerischen Meisterschaften in Zwiesel wäre sogar mehr als der 4. Rang möglich gewesen.

2017

Ein Geräteschuppen wird in einer Gemeinschaftsarbeit mit dem Bürgerverein Langquaid auf dem Waldstadion-Parkplatz errichtet.

Die Abteilungsleiter seit 1948

         1948 – 1950               August Wasl

         1951 – 1952               Mathias Tengler

         1953                            Martin Zauner

         1954                            Andreas Bachmeier

         1955 – 1957               Franz Doblinger

1958                           Rudi Wasl

         1959 – 1964               Martin Heckner

         1965 – 1966               Franz Doblinger

         1967 – 1972               Walter Hermann

         1973 – 1975               Norbert Hausinger

         1976 – 1984               Hilmar Gerstl

         1984 – 1988               Ludwig Rauch

         1988 – 1996               Konrad Schuster

         1996 – 1998               Rainer Mühlhofer

         1998 - 2010                Franz Fuchsbrunner

         2010 - 2012                Jürgen Heffler

         2012 - 2018                Franz Fuchsbrunner